Positionen

Wenn ich darüber nachdenke, wie ich zur Politik gekommen bin, dann kann ich das an einem ganz genauen Datum festmachen. Der 26.04.1986, der Tag der Tschernobyl Katastrophe. Ich war damals 15 Jahre alt. Ich lief in diesen Tagen unbedarft durch den Regen. Alles, was ich danach über Radioaktivität erfuhr, hat mich zutiefst betroffen und war für mich der Anfang meines Engagements gegen die Atomkraft. 

Auf der Suche nach Möglichkeiten mich zu engagieren, landete ich zunächst bei Greenpeace. Später, als meine Kinder geboren waren, verlegte ich mein Engagement dann auf die Begleitung von jungen Müttern, damit diese ihre Säuglinge natürlich und gesund aufziehen konnten.

Pflege

In dieser Zeit wurde ich in meiner beruflichen Tätigkeit  immer wieder mit den  Missständen in der Pflege konfrontiert. Diese prägten mich und deshalb entschied ich mich irgendwann, auch politisch Einfluss nehmen zu wollen.

Die aktuelle Diskussion um die Pflege beschäftigt mich sehr, da ich am eigenen Leib miterleben konnte, wo die Probleme liegen. Hier sehe ich einen großen Handlungsbedarf und weigere mich hinzunehmen, dass in einem so reichen Bundesland wie Bayern nicht ausreichend für alte und pflegebedürftige Menschen gesorgt wird.

Landwirtschaft

Durch meine Kinder, die ich möglichst natürlich und gesund aufziehen wollte, ist für mich die Umweltproblematik schon immer ein großes Anliegen gewesen. Nachhaltige Landwirtschaft im Einklang mit der Natur, ohne Glyphosat, Neonikotinoide und Gentechnik ist mir wichtig, damit wir uns gesund ernähren können. Gegen das Insektensterben muss mit aller Kraft angegangen werden. Wir brauchen eine artgerechte Tierhaltung, ohne Antibiotika und Hormone, die unser Klima nicht negativ beeinflusst.

Klima/Atomkraft

Ich möchte, dass wir hier in Bayern entscheidend dazu beitragen, dass die Klimaziele noch erreicht werden. Wir müssen die Atomkraft noch schneller vom Netz nehmen. Für unsere Region ist hierbei die Abschaltung von Block C in Gundremmingen und die Reaktorsicherheit nach der Abschaltung von besonderer Bedeutung.

Flächenfraß

Außerdem müssen wir unseren Boden schützen und so kann ich das Volksbegehren der Bayerischen Grünen vollstens unterstützen. Wir im Landkreis spüren die Auswirkung des unkontrollierten Flächenverbrauchs gerade besonders beim Thema Osttangente. Es braucht uns Grüne als Gegengewicht zu einem Ministerpräsidenten Söder, der für die Lockerung des Anbindegebots und die Aufweichung des Alpenplans C verantwortlich ist.

Schulpolitik

Soziale Gerechtigkeit liegt mir sehr am Herzen. Das Wissen, dass es auch in Bayern Kinder gibt, die von Kinderarmut betroffen sind, betrübt mich. Gute Schulbildung für alle ist wichtig, gerade jetzt, wo es vom Schnellschuss G8 zum G9 zurück geht. Es ist mir wichtig, dass alle Kinder in der Schule eine Chance haben, sich zu entwickeln und Schule nicht auf stures Leistungsdenken beschränkt ist. Das ist kein Luxusdenken, wenn man bedenkt, dass mittlerweile jedes 4. Kind psychische Auffälligkeiten hat. Einen der vorderen Plätze bei der Pisastudie zu erreichen hat nichts damit zu tun, wie es unseren Kindern wirklich geht.

Migration und Integration

Ein weiteres großes Thema ist für mich Integration und Migration. Ich durfte in meinem Ort erleben, wie Integration gelingen kann. Ich war und bin begeistert, wie groß die Hilfsbereitschaft war und wie letztendlich die Menschlichkeit gesiegt hat. Daran sollten wir uns ein Beispiel nehmen und uns an dem Funktionierenden orientieren und nicht an den Fällen, in denen es nicht gelingt.

Mein Fazit ist, wir müssen handeln, wir haben tolle Ideen, wie nachhaltiges Leben in unserer bayerischen Gesellschaft  funktionieren kann! Dies umzusetzen muss unser Ziel sein. Mein Leitspruch für diesen Wahlkampf lautet:

Aus einem BALD sollte man viel öfter ein JETZT machen, bevor es ein NIE wird! 

In diesem Sinne bitte ich Euch um Eure Unterstützung für eine zukunftsorientierte, zielgerichtete und nachhaltige Politik!